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Stand up if you love the darts...

... sobald ein Dartboard ins Blickfeld gerät, hat man sie unweigerlich im Ohr: Die heimliche Hymne aller Darts-Sport-Anhänger.

DartSPORT? Jawohl, Darts ist Sport! Auch wenn er oft als „Kneipensport“ verspottet wird. Aber das hat seine historischen Gründe: Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war Glücksspiel in England verboten, auch in den bereits damals äußerst beliebten und aus dem britischen Arbeiterleben nicht wegzudenkenden Pubs. Ein Kneipenbesitzer in Leeds stand deshalb 1908 vor Gericht und dabei gelang ihm vermutlich der wichtigste Sieg für den späteren Erfolg des Dartsports, denn er konnte den Richter mittels eines Spiels davon überzeugen, dass der Erfolg beim Darts durch Können und nicht durch Glück erreicht wird. Darts wurde von dem Verbot ausgenommen und fortan verbreitete sich das Dartspiel in den Pubs rasant.

Auch wenn es keine genauen historischen Belege über die Entstehung des Dartsports gibt, kann man – wie beim Fußball – England als Mutterland bezeichnen. Um 1900 entstand der „moderne“ Dartsport wie wir ihn heute kennen. Die Anordnung der Felder auf dem Dartboard wurde angeblich bereits 1896 vom englischen Zimmermann Brian Gamlin festgelegt. Er wollte ein abwechslungsreiches und spannendes Spiel ermöglichen. Aus diesem Grund ordnete er neben den hohen Punktzahlen immer niedrigere an, um einen Fehlwurf quasi zu bestrafen.

Die meist verbreitete Variante des Dartsports ist „501 - Double Out“. In den meisten Fällen wird durch das sogenannte "Ausbullen" derjenige Spieler ermittelt, der das Spiel beginnt. Beide Spieler werfen hierfür jeweils einen Dart und versuchen möglichst nah an das „Bulls Eye“ in der Boardmitte zu treffen. Der Spieler, welcher am dichtesten dran an dem kleinen roten runden Feld ist, beginnt das Spiel.
Nun werfen beide Spieler abwechselnd jeweils drei Darts, wobei die geworfenen Punkte aller drei Darts addiert und von der Ausgangspunktzahl von 501 Punkten abgezogen werden. Das Spiel (bzw. jedes einzelne Leg) muss mit einem Doppel „ausgecheckt“ werden, d.h. mit einem Wurf in ein Feld am äußeren Ring des Dartboards.
Das höchste Doppel ist das „Bulls-Eye“ (= 50 Punkte), das niedrigste Doppel ist die Doppel 1 (= 2 Punkte). Wirft ein Spieler in der letzten Aufnahme mehr Punkte als er als Restpunktzahl übrig hat, so hat dieser Spieler sich „überworfen“ und seine letzte Punktzahl bleibt bestehen. Meistens wird dieses Spiel über mehrere Gewinnsätze gespielt, wobei man ein Spiel über zwei Gewinnsätze als "Best of 3", ein Spiel über drei Gewinnsätze als "Best of 5" usw. bezeichnet.

Was aber treibt halbwegs intelligente und in der Gesellschaft intrigierte Erwachsene diesem Sport zu frönen? Es ist wohl die Verbindung von Konzentration, der Lust am Spielen an sich, Freundschaft und natürlich der Geselligkeit. In der dartspielenden Szene wird häufig Alkohol konsumiert. Das ist Fakt. Darts ist ein Spiel, bei dem man trotz höchster nervlicher Anspannung eine ruhige Hand haben sollte. Und es ist kein Geheimnis, dass auch in anderen Sportarten Alkohol getrunken wird. Man schaue nur einmal bei einem Fußballspiel der Kreisliga in die Kabinen. In den unteren Ligen der meisten Sportarten ist der Genuss von Alkohol meist wichtiger als das Hobby selbst. Das weiß jeder, aber wir Darter stehen immer unter besonderer Beobachtung. Vielleicht wandelt sich die deutsche Dartszene deshalb in den letzten Jahren etwas. "Sportler wollen sich aus der Kneipe werfen" lautete im Januar 2016 eine Schlagzeile des Hamburger Abendblatts. In dem Artikel geht u.a. darum, das viele Dartspieler die gemütliche Kneipenatomsphäre in Zukunft nicht missen wollen, auf der anderen Seite aber immer mehr Akteure lieber in Turnhallen o.ä.  spielen möchten, die allerdings nicht annähernd eine Atmosphäre à la "Ally Pally" andeuten können. Eines ist aber klar: Darts wird auch weiterhin immer in Kneipen gespielt werden. Und manch Fußball-Funktionär hat im Vollrausch sicherlich mehr Interviews gegeben, als die meisten von uns 180er werfen...

(ho)